Mercedes Econic im Werkszulieferverkehr


Der Mercedes Econic ist ein LKW mit Low-Entry Kabine, die bauartbedingt über eine bessere Direktsicht verfügt, als vergleichbare „herkömmliche“ LKWs. Die bereits 1998 vorgestellten LKWs wurde über die Jahre aus der Nische heraus für weitere Anforderungen weiterentwickelt. Der Mercedes Econic mit Erdgas-Antrieb hat für den Betrieb in Innenstädten mehrere Vorteile: er ist leiser als ein vergleichbarer Diesel-Motor, die Abgaswerte sind besser, als die eines vergleichbaren Diesel-LKWs – mit seiner Low-Entry-Kabine hat er eine hervorragende Direktsicht, die allen herkömmlichen LKWs überlegen ist. Damit lässt sich insbesondere im urbanen Umfeld eine stark erhöhte Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger erzielen


Pressemitteilung von Daimler-Benz:

 

  • Sauber, leise, wirtschaftlich: der Econic NGT von Mercedes-Benz

  • Erfolgreiche Premiere eines Econic NGT Sattelzugfahrzeuges im Werkszulieferverkehr bei Magna Steyr Fahrzeugtechnik in Graz / Österreich
  • Piloteinsatz im Rahmen des A3 Plus Forschungsprojektes „Clean Heavy Duty“ gemeinsam mit der TU Wien, der Grazer Energieagentur, Mercedes-Benz Österreich, Magna Steyr und dem Transportunternehmen Frikus

     

Econic NGT im Werkszulieferverkehr

Erfolgreiche Premiere für den Econic NGT im Werkszulieferverkehr von Magna Steyr

Die TU Wien und die Grazer Energieagentur haben gemein­sam mit Mercedes-Benz Österreich, Magna Steyr und dem Transportunter­nehmen Frikus die Reduktion von CO2, Schadstoffen und Lärmemissionen durch einen erdgasbetriebenen Econic NGT gegenüber einem herkömmlichen Diesel-Lkw analysiert. Dazu ist der brandaktuelle Econic NGT vom Typ 1828 Sattelzug im Werkszulieferverkehr von Magna Steyr im Testbetrieb unterwegs. Das Test­fahrzeug hat die Daimler AG für dieses wegweisende Projekt zur Verfügung gestellt. Gefördert wird das Projekt unter anderem vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Land Steiermark und dem Umweltamt der Stadt Graz.

20 Prozent weniger CO2, 30 Prozent weniger Stickstoffdioxid

Die ersten Auswertungen sprechen eine deutliche Sprache: Laut Projektkoordina­tor Prof. Dr. Ernst Pucher von der TU Wien konnten mit dem Econic NGT der CO2-Ausstoß um rund 20 Prozent, die Stickstoffdioxid-Emissionen um rund 30 Pro­zent und die Geräuschemissionen um die Hälfte gegenüber Diesel-Fahrzeugen reduziert werden. Der reduzierte CO2-Ausstoß kommt aufgrund des rund 10 Pro­zent geringeren Verbrauchs (26,5 kg Erdgas/100 km) gegenüber einem Diesel-Lkw zustande.

Für Magna Steyr Fahrzeugtechnik ist ein weiterer Aspekt von Bedeutung: Eine nachhaltige Reduktion von CO2, Schadstoffen und Russpartikeln erleichtert auch das Erfüllen gewerberechtlicher Vorgaben und dient damit der langfristigen Sicherstellung des Produktionsstandortes. Darüber hinaus erhielt das Fahrzeug die EEV-Zertifizierung (Environmentally Enhanced Vehicle). Das Werk Magna Steyr Fahrzeugtechnik im Raum Graz/Österreich ist einer der größten Betriebe in der Region. Die für den Produktionsbetrieb notwendige Logistik bewerkstelligen 100 schwere Lkw, die täglich rund 32 000 km zurücklegen.

Mercedes-Benz Econic: effizientes und stressgemindertes Arbeiten

Als echtes Spezialfahrzeug für den Kommunal-, Sammel- und Verteilerverkehr bringt der Mercedes-Benz Econic all die Eigenschaften mit, die für Fahrzeuge unterschiedlicher Branchen erwartet wird: für Entsorgungsfahrzeuge genauso, wie für Feuerwehr-, Flughafen-, Tankfahrzeuge, Möbeltransporter, Milchsammler oder Heizölverteiler. Das Niederflur-Fahrerhaus mit bis zu vier Sitzplätzen bietet die Voraussetzungen für rasches Ein- und Aussteigen und genügend Raum für den Fahrer und seiner Besatzung. Aus diesem Konzept ergibt sich eine hervor­ragende Übersicht und Ergonomie, die speziell im Werksverkehr und bei Rangier­manövern von Bedeutung sind. Die Summe der Eigenschaften des Econic ermöglicht dem Fahrer ein effizientes, sicheres und stressgemindertes Arbeiten bei höchstmöglicher Umweltverträglichkeit.

Der Econic NGT entwickelt sich zum „ grünen Renner“

Der Mercedes-Benz Econic unterschreitet mit seinem Erdgasantrieb die derzeit strengsten Abgasregelungen EEV. Der Motor produziert im Biogasbetrieb weder CO2 noch Fein­staub oder Partikel. Obendrein ist er äußerst geräuscharm. Der Erdgasmotor M 906 LAG leistet aus 6,88 Liter Hubraum 205 kW (279 PS). Seine Kraftüber­tragung übernimmt ein Sechsgang-Automatik-Getriebe. EEV steht für Enhanced Environmentally friendly Vehicle. Deshalb darf der Econic auch das Siegel „Blauer Umweltengel“ tragen und in jeder Umweltzone fahren. Dies überzeugt flächendeckend, sodass zunehmend mehr Econic in den Kommunen verkehren.
Erstmals im Mai 1998 auf der Messe „Entsorga“ in Köln vorgestellt, galt der Econic lange Zeit als Nischenfahrzeug. Einen Erdgasmotor hatte der Methan­schlucker zwar schon damals. Der stammte von der Konzerntochter NAW (Nutzfahrzeugwerke Arbon Wetzikon). Im damaligen Kompetenz-Center für Emissionsarme Nutzfahrzeuge (KEN) im Motorenwerk Mannheim wurde er ständig weiterent­wickelt. Doch der Dieselkraftstoff war in den 90er-Jahren billig und mit Erdgas experimentierten nur einige wenige Stadtwerke. Mit zunehmen­dem Umweltbewusstsein, steigenden Dieselpreisen und verschärften Luftrein­haltevorschriften entwickelt sich der vielseitige Spezialist nun aber zum „grünen Renner“, der in immer mehr europäischen Metropolen für Sauberkeit und bessere Luftqualität sorgt. Zuletzt bestellte Athen 108 Exemplare, um den Smog zu reduzieren, unter dem Griechenlands Hauptstadt häufig leidet.
Text und Bild von Daimler Benz

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Biogas-LKW bei Magna Steyr Graz im Einsatz

Im Rahmen des Forschungsprojekt „Clean Heavy Duty“ der TU Wien und der Magna Steyr AG wurde der Einsatz von Erdgas-LKW analysiert. Als Ergebnis daraus, werden bei Magna künftig erdgas- und biogasbetriebenen Lastwagen des Typs Mercedes-Benz Econic zum Einsatz kommen.

In einem ersten Schritt sollen 20 bis 30 Diesel-Lkw durch Econic-Sattelzugmaschinen ersetzt werden. Mitgetragen hat die Entscheidung für den Mercedes-Benz Econic vor allem auch die Tatsache, dass dieser ohne technische Veränderungen mit Biogas (Methan) aus Bioabfällen fährt, zum Beispiel aus Schnittgras, das in Österreich bislang ungenutzt in großen Mengen vorhanden ist. Durch die regenerative Energie werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen, verdeutlicht der Abschlussbericht des Forschungsprojekts. Der besondere Vorteil für Magna Steyr: Als Technologie-Schmiede, die Hybrid-Antriebe, Wasserstoff- und Gasmotoren mitentwickelt, kann man auch bei der „emissionsarmen“ Logistik eine Vorreiterrolle übernehmen.

 


Einen ungewöhnlicheren Ort für die Präsentation eines neuen Lkw könnte man sich kaum vorstellen. Direkt bei den Werkstoren der Magna Steyr-Fahrzeugtechnik in Graz warteten vor einigen Wochen eine Schar Journalisten auf den rollenden Star mit dem grünen Daumen. Auf die Minute genau rollte der Mercedes Econic NGT durch den Schranken und wurde sofort von der Gruppe belagert. „Unser Ziel ist es, zu zeigen, dass ein erdgasbetriebener Lkw nicht nur serienreif ist, sondern auch ohne weiteres im Alltagsgeschäft eingesetzt werden kann“, sagt Frikus-Geschäftsführer Prok. Johann Moser. Gemeinsam mit Mercedes-Benz Österreich, Magna Steyr, der TU Wien sowie der Grazer Energie­agentur hat das steirische Traditionsunternehmen einen Erdgas-Lkw gemeinsam mit einer Flotte konventioneller Diesel-Lkw eingesetzt, um die unterschiedlichen Auswirkungen auf die Umwelt genauer zu untersuchen. „Die im Zuge dieses Testbetriebes ermittelten Ergebnisse sind sehr aussagekräftig“, sagt Projektkoordinator Ernst Pucher von der TU Wien.

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